Warum wird saniert?

Die Telli ist etwas Besonderes – für die Menschen, die hier wohnen, für Aarau – und für die AXA: Als langjährige Eigentümerin von Telli B und C möchte die AXA mithelfen, dieses einzigartige Quartier zu bewahren, es in die Zukunft zu führen und neu zu beleben. Die beiden Gebäudezeilen B und C  entsprechen vor allem energetisch nicht mehr den heutigen Anforderungen. Wir möchten, dass sie für unsere Mieterinnen und Mieter, die zum Teil seit Jahrzehnten hier leben, langfristig erhalten bleiben. Deshalb werden wir sie bis 2023 energetisch umfassend sanieren, dabei auch den Wohnkomfort verbessern und die Aussenräume mit neuen Angeboten fürs ganze Quartier aufwerten. Ein Sanierungsprojekt dieser Grösse, bei dem die Mieter nicht wegziehen müssen, ist in der Schweiz einzigartig und wird für alle Beteiligten eine Herausforderung. Wir werden diese zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der 581 Wohnungen meistern und freuen uns die Zukunft der Telli.

  • Alle Infomaterialien zur Sanierung können die Mieterinnen und Mieter von Telli B und C auf der beUnity-App herunterladen oder bei der Verwaltung Wincasa bestellen.

«Wir werden die Telli dort verbessern, wo es sinnvoll und nötig ist. Die Sanierung ist kein Luxusprojekt; Ziel ist, die Gebäude langfristig als Zuhause für unsere Mieterinnen und Mieter zu erhalten und den Park neu zu beleben.»
Benjamin Bartmann, ehemaliger Gesamtprojektleiter AXA

Wie und was? 12 Facts rund um die Sanierung

1  Energetische Sanierung. Mit einer gedämmten Fassade und neuen, dichten Fenstern werden Telli B und C an die energetischen Anforderungen von heute und morgen angepasst. 2  Ökologisch nachhaltig. Durch die Sanierung wird der Wärmeverbrauch künftig um die Hälfte reduziert. So werden pro Jahr rund 1000 Tonnen CO2 weniger ausgestossen.3 Charakter bleibt erhalten. Obwohl die Gebäude eine neue Hülle erhalten, bleibt ihr Erscheinungsbild gleich – so wird es auch von der Denkmalpflege verlangt. 4  Mehr Wohnkomfort. Im Rahmen der Sanierung erhalten die Wohnungen u.a. eine neue Fernwärmeheizung, eine moderne Lüftung, neue Fenster sowie einen markant vergrösserten Westbalkon. 5  Erhöhte Sicherheit. Die Lifte und Treppenhäuser werden moderner und an die heutigen Bestimmungen bezüglich Technik, Brandschutz und Erdbebensicherheit angepasst. 6  Aufgewerteter Aussenraum. Die Umgebungsbereiche von Telli B und C werden mit zeitgemässen Angeboten neu gestaltet und machen künftig noch mehr Lust, sich draussen aufzuhalten. 7  Freundlicheres Ankommen. Die Eingangsbereiche und Passerellen werden mit frischen Farben, einem neuen Beleuchtungskonzept und vielen Veloabstellplätzen zu einladenden Begegnungsräumen. 8  Erneuerte Tiefgarage. Die Tiefgaragen werden sicherheitstechnisch auf den neusten Stand gebracht. Eine neue Beleuchtung macht sie heller und erhöht das Sicherheitsgefühl.  9  Faire Mietzinse.Auch nach der Sanierung werden die Wohnungen zu fairen Zinsen an unsere Bewohnerinnen und Bewohner vermietet und bleiben günstiger als vegleichbare Wohnungen im Raum Aarau. 10  Rücksichtsvolle Bauarbeiten. Die Bauinstallationen werden so eingerichtet, dass Einschränkungen, Lärm und Staub minimiert werden und die Sicherheit der Bewohner gewährleistet ist. 11  Hilfestellungen. Die AXA wird sich um ihre Mieterinnen und Mieter kümmern, während der Sanierung verschiedene Unterstützungsmassnahmen anbieten und wo nötig individuelle Lösungen suchen. 12  Transparente Information. Die Mieterschaft wird über verschiedene Kanäle regelmässig informiert, ausserdem gibt es verschiedene Anlaufstellen, darunter auch das Tellibüro vor Ort.

Sanierung der Gebäude

Wohnungen – was wird neu?

Mit der energetischen Sanierung werden die Wohnungen von Telli B und C auch komfortabler: Neue raumhohe Fenster machen die Wohnungen heller und schützen vor Zugluft. Es gibt eine neue Heizung und die moderne Lüftungstechnik verbessert das Luftklima. Die Westbalkone werden 90 cm tiefer und laden damit zum Verweilen ein. Künftig haben alle Zimmer Balkontüren. Die Ostbalkone werden wegen der dickeren gedämmten Fassade schmäler, es hat aber nach wie vor Platz für einen Klapptisch und Stühle. Alle Wohnungen erhalten neueEingangstüren, die besser vor Lärm schützen und brandschutztechnisch den heutigen Vorschriften entsprechen. Es wird ein Multimedia-Glasfaseranschluss für Internet, Telefonie und Fernsehen eingerichtet. Die Dunstabzugshauben in den Küchen werden alle auf Umluftbetrieb mit Aktivkohlefilter umgebaut und noch vorhandene Teppiche werden durch Parkettböden ersetzt.

Sanierung Aussenraum

Der Tellipark ist ein Gartendenkmal, das dieses Quartier prägt und besonders macht. Die Vision für die Neugestaltung der Aussenräume von Telli B und C stammt vom bekannten Büro der Landschaftsarchitekten Müller Illien. Sie transportiert den Charakter des Parks ins Heute: Es werden markante einheimische Bäume gepflanzt und die Rasenflächen werden teilweise naturnah gestaltet, zum Beispiel mit Blumenwiesen. Begegnungsorte und Spielplätze werden aufgefrischt und es sollen neue zeitgemässe Angebote entstehen. Der Entwurf der Landschaftsarchitektinnen nimmt verschiedene Wünsche von Quartierbewohnern auf und lässt Spielraum für weitere Ideen, die nun zusammen mit dem GZ Telli, Fachleuten und interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern entwickelt werden. Ein Anliegen aus dem Quartier ist zum Beispiel, den heutigen Kleintierzoo in einen Quartiertreffpunkt mit Gemeinschaftsräumen und naturnahen Aussennutzungen umzuwandeln. Chance und Ziel der Neugestaltung ist, dass sich die wunderbare Parklandschaft mit neuem Leben füllt.

«Den Tellipark muss man nicht neu erfinden: Er ist ein einzigartiger Erholungsraum, der das Wohnen hier zu etwas Besonderem macht. Deshalb werden wir bei der Sanierung vor allem seinen Charakter stärken und ihn mit zeitgemässen Angeboten neu beleben.»
Rita Illien, Landschaftsarchitektin

Zeitpläne

Zeitplan Telli C

Februar 2020:

Baustart

Beim Telli B werden die ersten Baustellen eingerichtet. Auf der gesamten Ostseite von Telli B und C wird das Dach der Tiefgarage freigelegt.

August 2020:

Sanierung Dach Tiefgarage

Die Baustelle auf der Ostseite wird auf Telli C vergrössert. Bis Ende 2020 wird das Dach der Tiefgarage von Telli C saniert.

Januar 2021:

Tiefgarage innen

Die Tiefgarage von Telli C wird innen saniert, bis zum Abschluss der Arbeiten Ende Juni 2021 wird ein Ersatzparkplatz auf dem Dach der Tiefgarage eingerichtet.

Januar 2021:

Einrichtung Baustelle Westseite

Auf der Westseite von Telli C wird die Baustelle für die Treppenhaussanierung vorbereitet.

Januar 2021:

Start Treppenhäuser

Start der Sanierung der Treppenhäuser und Lifte im Telli C. Die Arbeiten dauern für jeweils zwei Häuser ca. 10-12 Wochen. Die Lifte sind 6-10 Wochen ausser Betrieb, es werden Hilfestellungen angeboten. Im Sommer 2022 sind alle Treppenhäuser im Telli C erneuert.

Juni 2021:

Tiefgarage abgeschlossen

Die gesamte Tiefgarage ist fertig saniert, die Baustelle auf der Ostseite wird abgebaut und der Tellipark neu gestaltet.

August 2021:

Start Wohnungen Häuser 31-34

Die Wohnungssanierung dauert für jeweils zwei Häuser insgesamt 10-16 Wochen, in den einzelnen Wohnungen rund 4-6 Wochen. In dieser Zeit sind die Wohnungen für rund zwei Wochen nicht bewohnbar. Es werden Ersatzunterkünfte, sowie umfassende logistische Hilfestellungen und Unterstützungsangebote organisiert. Mitte Oktober 2021 sind die Wohnungen der Häuser 31-34 saniert und die Baugerüste weg.

April 2022:

Start Wohnungen Häuser 35-44

Die Wohnungssanierung dauert für jeweils zwei Häuser insgesamt 10-16 Wochen, in den einzelnen Wohnungen rund 4-6 Wochen. Es werden Unterstützungsangebote organisiert. Anfang Oktober 2022 sind sämtliche Wohnungen von Telli C saniert und die Baugerüste weg.

August 2022:

Passerelle und Untergeschoss

Die Passerellen und Eingangsbereiche werden aufgefrischt und mit einem ausgeklügelten Farbkonzept und einer neuen Beleuchtung einladend gestaltet. Diese Arbeiten dauern bis Ende 2022.

Januar 2023:

Gestaltung Aussenräume West

Die energetische Sanierung ist abgeschlossen, die Baustelle auf der Westseite wird abgebaut und der Tellipark fertig gestaltet.

Frühling 2023:

Arbeiten abgeschlossen

Telli B und C sind fit für die Zukunft und der neu gestaltete Tellipark kann sich mit neuem Leben füllen.

Zeitplan Telli B

Februar 2020:

Baustart

Im Februar und März werden die Baustellen im Osten und Westen von Telli B eingerichtet und das Dach der Tiefgarage freigelegt.

April 2020:

Start Treppenhäuser

Im April startet die Sanierung – mit den Treppenhäusern und Liften im Telli B. Die Arbeiten dauern für jeweils zwei Häuser 10-12 Wochen. Die Lifte sind 6-10 Wochen ausser Betrieb, es werden Hilfestellungen angeboten. Ca. Ende Februar 2021 sind sämtliche Treppenhäuser im Telli B erneuert.

Juli 2020:

Tiefgarage innen

Die Tiefgarage von Telli B wird innen saniert, bis zum Abschluss der Arbeiten Ende 2020 wird ein Ersatzparkplatz auf dem Dach der Tiefgarage eingerichtet.

März 2021:

Start Wohnungen

Die Wohnungssanierung dauert für jeweils zwei Häuser insgesamt 10-16 Wochen, in den einzelnen Wohnungen rund 4-6 Wochen. In dieser Zeit sind die Wohnungen für rund zwei Wochen nicht bewohnbar. Es werden Ersatzunterkünfte, sowie umfassende logistische Hilfestellungen und Unterstützungsangebote organisiert. Bis Ende August 2021 sind alle Wohnungen saniert und die Baugerüste weg.

Juli 2021:

Aussenräume Ostseite

Nachdem auch die Tiefgarage von Telli C fertig saniert ist, wird der Tellipark auf der Ostseite der beiden Wohnblöcke neu gestaltet.

August 2021:

Passerelle und Untergeschoss

Die Passerellen und Eingangsbereiche werden aufgefrischt und mit einem ausgeklügelten Farbkonzept und einer neuen Beleuchtung einladend gestaltet. Diese Arbeiten dauern bis ca. Ende Dezember 2021.

Januar 2022:

Telli B fertig saniert

Die Sanierung von Telli B ist abgeschlossen, die Baustelle auf der Westseite kann reduziert werden und es gibt eine erste temporäre Begrünung.

Januar 2023:

Gestaltung Aussenräume West

Die energetische Sanierung von Telli C ist auch abgeschlossen, die Baustelle wird auf der Westseite ganz abgebaut und der Tellipark wird fertig gestaltet.

Frühling 2023:

Arbeiten abgeschlossen

Telli B und C sind fit für die Zukunft und der neu gestaltete Tellipark kann sich mit neuem Leben füllen.

Geschichten

Die Hälfte ist geschafft!

Vor gut anderthalb Jahren sind die ersten Baumaschinen bei Telli B und C aufgefahren. Jetzt ist bereits Halbzeit der energetischen Sanierung. Bis im Herbst 2021 sind 14 der insgesamt 24 Häuser fertig saniert und immer mehr Mieter*innen können ihren markant vergrösserten Balkon geniessen. Mit einem Halbzeit-Fest hat sich die Eigentümerin AXA im August bei den Bewohnenden bedankt – für ihre Geduld und das Durchhaltevermögen in der langen und manchmal turbulenten Bauzeit.

Der 21. August war einer der seltenen heissen Sommertage in diesem Jahr. Trotz der Hitze besuchten rund 320 Tellianer*innen über den ganzen Tag verteilt das Halbzeitfest in der Telli. Gelbe Ballone schmückten die Baustelle, die Besucher*innen spazierten über die Baupiste, die exklusiv geöffnet wurde und eine ganz neue Perspektive auf die teils fertig sanierten, teils noch eingerüsteten Häuser bot.

Interessierte durften an diesem Tag sogar die Gerüste hochklettern: Im Halbstundentakt führten zwei Bauleiterinnen kleine Gruppen beim Telli C über die Metalltreppen bis in den 5. Stock und erläuterten die komplexe Organisation der Arbeiten an Wohnungen, die gerade saniert wurden.

Wer lieber am Boden blieb, konnte die Musterwohnung besichtigen oder sich in einen der Amrein-Bagger setzen und selbst erfahren, was es heisst, mit der grossen Baggerschaufel Kies zu baggern. Beim Tellicafé gab es die Möglichkeit, direkt mit der Eigentümerin AXA in den Dialog zu treten und mehr zum Thema «Aussenraum» zu erfahren. Im Tellicafé drinnen hörten Kinder derweil gespannt der Märlierzählerin und Tellianerin Heidy Beck zu, nachdem sie sich bei den Foodtrucks mit Popcporn und Zuckerwatte versorgt haben.

Der Spaziergang zur temporären Sommerbeiz beim ehemaligen Kleintierzoo war zwar heiss, aber er lohnte sich. Dort gab es kühlenden Schatten, frische Getränke – und Musik: Gleich zweimal trat die Aargauer Pop-Band «Paolafuerte» auf und sorgte mit ihrem Mundart-Pop für eine tolle Stimmung in der lauschigen Telli-Oase beim ehemaligen Kleintierzoo.

Das zweite, grosse Stück der energetischen Sanierung geht anfangs 2022 los. Ab dann werden die letzten 10 Häuser von Telli C saniert. Auch hier werden Stockwerk um Stockwerk die Balkone abgeschnitten und alle Wohnungen ökologisch auf den neusten Stand gebracht.

«Ich möchte hier nicht mehr weg»

«Ich lebe schon seit 40 Jahren in der Telli und wir sind eine echte Gemeinschaft mit vielen langjährigen Mietparteien. Wenn jemand neu einzieht gibt es einen Begrüssungsapéro und manchmal laden wir einander zum Essen ein. Dann heisst es: Heute gibt es Spaghetti, wer will, kann kommen. Seit etwa 6 Jahren organisieren wir einen regelmässigen Wähentag. Ich mache dann die Wähe und manchmal essen bis zu 10 Leute mit. Wenn ich Zopf backe, dann mache ich immer gleich drei bis vier Stück und verteile sie unter den Nachbarn oben, unten und vis-à-vis. Eine Baustelle ist meiner Meinung nach auch ein Erlebnis. Für mich war die Sanierung 2004 ein Abenteuer. Und irgendwann ist es wieder vorbei. Ich bleibe auf jeden Fall in meiner Wohnung, denn so etwas wie die Telli ist einmalig. Es leben so viele Leute hier und dennoch haben wir viel Grün und diese fantastische Weite um uns herum. Aber das Beste ist ja eigentlich der Ausblick: Wir erleben hier in der Telli die allerschönsten Sonnenuntergänge.»

Käthi Märki, langjährige Telli-Mieterin

«Ich habe die Wohnung umgestellt und auch die Pflanzen sind wieder zuhause»

Seit Ostern ziehen im Gebäude B täglich Tellianer*innen für rund zwei bis drei Wochen aus ihren Wohnungen aus. Das Herzstück der energetischen Sanierung hat begonnen – nun werden die Wohnungen saniert. Fenster und Heizung werden ersetzt, eine neue Lüftung installiert, ein grösserer Balkon montiert und die Wohnung bekommt einen frischen Anstrich.

Ruth Bürgin war die zweite Tellianerin, die temporär aus der Telli auszog und seit Ende April in ihrer neuen, sanierten Wohnung zurück ist. «In der Zeit vor der Wohnungssanierung fühlte es sich an, als würde ich komplett ausziehen. Meine ganze Wohnung war in Kisten verpackt», sagt Ruth Bürgin, die am Ostersamstag ihre Wohnung in der Telli verliess. In den Wochen vorher war sie im regen Kontakt mit Helmut Rüegger von der Firma Lagerhäuser Aarau. «Ich habe früh die Kisten bestellt und als ich erfuhr, dass bei mir auch noch die Teppiche rauskommen und dadurch die Kleiderschränke geleert werden müssen, konnte ich noch hohe Kleiderkisten nachbestellen», so Ruth Bürgin. Die Koordination mit den Lagerhäuser Aarau sei gut gelaufen und sie sei sehr zufrieden gewesen.

Am Ostersamstag trafen vier Männer der Lagerhäuser Aarau in der Wohnung von Ruth Bürgin ein, um die Abnahme durchzuführen. «Die Wohnung von Frau Bürgin war super vorbereitet, so können wir uns das nur wünschen», meint Helmut Rüegger. Die Lagerhäuser Aarau nehmen zurzeit Wohnung um Wohnung ab, zusammen mit den Mieter*innen. «Wenn Unterstützung beim Verpacken und auch wieder beim Auspacken gebraucht wird, sind wir gerne da und froh, wenn sich die Mieter*innen früh genug bei uns melden», so Helmut Rüegger.

Zurück in der sanierten Wohnung gab es für Ruth Bürgin eine erneute Schlüsselübergabe mit der Lagerhäuser Aarau. «Wir gingen gemeinsam durch die Wohnung und schauten uns alles an. Man half mir, ein Gestell zu verschieben, das ich nicht mehr an die Wand stellen konnte», erzählt Ruth Bürgin. Das erneute Einrichten der Wohnung war eine Herausforderung, da einige Möbel aufgrund der neuen Radiatoren oder dem Sockel nicht mehr an den ursprünglichen Platz zurückkonnten. «Jetzt habe ich aber die Wohnung umgestellt und auch die Pflanzen sind wieder zuhause, denen gehts gut», sagt sie.

Nun erfolgt noch der Schlussanstrich auf dem neuen grösseren Balkon – danach kann es sich Ruth Bürgin auch draussen wieder gemütlich machen.

In der Telli B fliegen die Balkone davon

Die energetische Sanierung in der Telli nimmt Fahrt auf. Im Telli B hat der Balkonabbau begonnen und somit das erste Herzstück der Sanierung.

Vor gut einem Jahr verwandelte sich die Telli B in eine riesige Baustelle. Die Tiefgarage wurde saniert, der Aussenraum musste gerodet werden und die Treppenhäuser erhielten einen neuen Lift. Nun hat das Herzstück der energetischen Sanierung im Telli B begonnen: Die Balkone werden abgeschnitten – Stockwerk um Stockwerk. Damit wird einerseits die lärmintensive Phase eingeläutet, andererseits geht es nun sichtbar vorwärts.

Die Kaltfront über der Schweiz Mitte Februar verzögerte die Bauarbeiten. Es wurde gefährlich glatt und das Wasser, welches nötig wird, um Beton zu schneiden, gefror. Doch der Kaltfront folgte schon beinahe der Frühlingsbeginn – der Balkonabbruch nimmt nun richtig Fahrt auf. Zurzeit wird im Drei-Stunden-Takt ein Balkon nach dem anderen abgeschnitten. Ein Kran hievt die abmontierten, neun bis vierzehn Tonnen schweren Balkone durch die Luft auf einen Lastwagen, der sie abtransportiert zur Recyclinganlage. Weil: Die Rohstoffe der Balkone werden getrennt und der reine Zement wird zu einem Recyclingbeton weiterverarbeitet, welcher teilweise sogar wieder für die neuen, grösseren Balkone verwendet wird. So wird nun das Telli B um 227 Balkone erleichtert und in rund drei Monaten ist das gesamte Gebäude auf einer Seite balkonfrei.

Zeitgleich sind im Telli C die Tiefgarage und Treppenhäuser dran. Die «Baupiste» wird fertiggestellt, damit die Lastwagen guten Zugang haben. In den kommenden Monaten parkieren die Mieter*innen der Telli C ihre Autos auf dem Dach der Tiefgarage, zudem gibt es temporäre Liftausfälle. Wie man aus dieser Situation das Beste macht, haben die Bewohner*innen der Telli B bereits gezeigt: Im März 2020, als auch gleich noch der Lockdown ausgerufen wurde, meldeten sich in wenigen Tagen über hundert Personen bei Itoba, um bei der Telli-Nachbarschaftshilfe mitzumachen. Mit viel Hilfsbereitschaft und Flexibilität wurden die weniger mobilen Menschen tatkräftig unterstützt.

«Der Hans-Keller-Weg ist mir eine grosse Ehre»

Wie eine aufmerksame Beobachtung aus dem 8. Stock der Delfterstrasse 33 zu einem neuen Weg durch die Telli-Baustelle führte.

Seit 30 Jahren wohnt Hans Keller an der Delfterstrasse 33, mitten im Telliquartier. Seit Februar 2020 blickt er von seinem Balkon aus nicht mehr auf das Grün der Telli-Parklandschaft, sondern direkt auf das Logistik-Zentrum der Grossbaustelle. Die Telli-Häuser B und C, mitsamt den dazugehörigen Tiefgaragen, werden in den nächsten Jahren energetisch saniert und zwar in bewohntem Zustand. Hans Keller nimmt es gelassen: «Wir brauchen wegen dem Baulärm schon ab und zu Nerven, aber ich finde das Geschehen auf der Baustelle hochinteressant.»

Ein Stolperer mit Folgen
An einem Frühlingstag beobachtet Hans Keller zufälligerweise, wie sich ein Kind auf dem Weg Richtung Kindergarten den Fuss verstaucht. Dieser Abschnitt war bis dahin mit grobem Kies und Steinen belegt. Dennoch herrscht hier reger Fussgängerverkehr und die Passage dient als Schulweg von vielen Kindern aus dem Quartier. Hans Keller meldet sich beim Tellicafé: «Ich habe mir gedacht, dieser Verbindungsweg müsste doch geteert werden – zur Sicherheit der Fussgänger*innen, die hier unterwegs sind.» Der Vorschlag gelangt via ITOBA an die Bauleitung, die sofort aktiv wird.

Ein neuer Weg
Wenige Tage später staunt Herr Keller nicht schlecht, als ein WALO-Team von 12 Personen beginnt, den Weg mit Teerbelag zu befestigen. Um sich persönlich bei allen Beteiligten zu bedanken, spendiert der Pensionär den Bauarbeitern gut gefüllte Spezial-Sandwiches zum Znüni. Dank Herr Keller können nun Fussgänger*innen auch mit Rollator, Einkaufswägeli oder Kinderwagen den Verbindungsweg zwischen Telli und Rütmattstrasse gehen. Um den guten Vorschlag zu würdigen, wird die Passage kurzerhand «Hans-Keller-Weg» getauft und beschriftet. Hans Keller freut sich sehr über die Geste: «Ich möchte mich bei allen Personen bedanken, die meinen Vorschlag so rasch umgesetzt haben. Der Hans-Keller-Weg ist mir eine grosse Ehre!»

Wir helfen einander – Erlebnisberichte aus der Telli-Nachbarschaftshilfe

Die lange Bauzeit der energetischen Sanierung und die Corona-Pandemie sind für die Bewohner*innen eine grosse Herausforderung. Die aussergewöhnliche Situation hat gezeigt: Die Solidarität in der Telli ist gross und die Nachbarschaftshilfe funktioniert.

Im Februar 2020 sind im Telliquartier die Bagger aufgefahren und haben einen grossen Teil des Parks in eine mehrjährige Baustelle verwandelt. Die energetische Sanierung der beiden Häuser Telli B und C und der dazugehörigen Tiefgaragen dauert insgesamt rund drei Jahre. Kurz nach Baustart hat der Bundesrat wegen der Corona-Pandemie den Lockdown beschlossen und die Bevölkerung gebeten zuhause zu bleiben – zuhause mitten auf der Baustelle.

Lockdown auf der Baustelle
Die aussergewöhnliche Situation während dem Corona-Lockdown hat gezeigt: Die Solidarität in der Telli ist gross. Gleich nach dem Entschluss des Bundesrates wurde über die Internet-Plattform Crossiety, die für die Mieter*innen eingerichtet worden war, eine Nachbarschaftshilfe aufgebaut. Das Echo war überwältigend – innerhalb weniger Tage traten über 100 Tellianer*innen dem digitalen Team bei. Über die Internet-Plattform konnte vor allem den Bewohner*innen, die einer Risikogruppe angehören, schnell und unkompliziert geholfen werden. Junge Menschen kauften ein für Nachbarn, lieferten Essen vom Mahlzeitendienst des GZ Telli oder brachten Päckli auf die Post. Auch gegen die Isolation wurden Aktionen auf die Beine gestellt, etwa der Tellifon-Club: Kleine Gruppen von Mieter*innen riefen sich regelmässig an, fragten wie es geht und plauderten gegen die Einsamkeit.

«Telli Power Team»
Die Nachbarschaftshilfe bewährt sich auch nach dem Lockdown und mittlerweile zählt die digitale Gruppe Nachbarschaftshilfe auf der neuen App beUnity 150 Personen. Derzeit werden im Telli B die Treppenhäuser saniert, dabei fallen jeweils über mehrere Wochen die Lifte aus. Damit auch weniger mobile Bewohner*innen ihren Alltag ohne Lift meistern können, wurden «Telli Power Teams» zusammengestellt. Das sind jüngere Mieter*innen, die ihr Fitness-Training in die Treppenhäuser verlagern und für ihre Nachbar*innen Einkaufstaschen oder Waschkörbe in die Wohnungen hochtragen. Auch wenn jemand mal einen Fahrdienst braucht oder ein Möbelstück entsorgen möchte, melden sich in der digitalen Gruppe für Nachbarschaftshilfe jeweils innert Kürze motivierte Helferinnen und Helfer. Die folgenden Erlebnisberichte illustrieren, dass die Aktionen nicht nur eine grosse Hilfe, sondern für beide Seiten auch eine Bereicherung sind.

«Ich war sehr gerne für unsere Mieter*innen da»

Patrizia Küpfer von Wincasa schlägt beruflich neue Wege ein. Über vier Jahre lang hat sie als Bewirtschafterin die Mieter*innen von Telli B und C betreut – und das Quartier dabei so richtig ins Herz geschlossen.

«Die Telli ist einzigartig. Wo sonst findet man fast alles für den Alltag vor Ort und spaziert dabei durch eine gepflegte Parkanlage – ob zum Einkaufen, zum Arzt oder zur Schule? Ich war vier Jahre lang Bewirtschafterin von Telli B und C, hatte aber schon vorher einen Bezug zum Quartier: Ich bin in der Gegend aufgewachsen, wir kamen oft hierher zum «Posten». Als damals in der Telli der erste H&M von Aarau eröffnet wurde, fuhren wir natürlich sofort hin! Nun werden Telli B und C saniert und ich war mir von Anfang an bewusst, dass dies für die Mieterschaft eine Herausforderung sein würde. Darum war ich gerne regelmässig im Tellicafé vor Ort. Im persönlichen Gespräch konnten wir für die meisten Probleme gemeinsam eine Lösung finden und ich bekam ein Gespür für die Sorgen und Alltagsschwierigkeiten im Zusammenhang mit der Sanierung. Es hat mich auch jedes Mal gefreut, wenn ich den Mieter*innen ganz konkret behilflich sein konnte.

Der Abschied von «meiner» Telli fällt mir nicht leicht, aber nach rund 13 Jahren bei der Wincasa freue ich mich auf eine neue berufliche Herausforderung. Ich bedanke mich bei allen, die meine Telli-Zeit spannend gemacht und mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Wer weiss, vielleicht werde ich ja eines Tages ans Telli-Einweihungsfest eingeladen. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen.»

Patrizia Küpfer, Bewirtschafterin Wincasa (bis September 2020)

«Die Tiere aus dem Telli-Zoo freuen sich über Besuch»

Im Rahmen des ersten Informations-Anlasses zum Mitwirkungsprozess rund um die Gestaltung der Telli-Aussenräume wurde das Zoowärter-Paar Johanna und Heinrich Zimmermann offiziell verabschiedet. Alle Tiere aus dem Telli-Zoo haben ein neues Zuhause gefunden und dürfen auf dem Hof der Zimmermanns in Veltheim besucht werden.

An einem sonnigen Herbsttag, auf dem kleinen Vorplatz vor dem alten Zoogebäude, warten rund 20 Telli-Bewohner*innen gespannt auf den ersten Anlass zur Mitbestimmung der Umgebungsgestaltung. Die Itoba hat die gesamte Mieterschaft dazu eingeladen, neue Ideen für die künftige Nutzung der Telli-Aussenräume zu diskutieren. Gekommen sind auch Johanna und Heinrich Zimmermann: Das Zoowärter-Paar wird heute in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Mehr als 20 Jahre im Telli-Zoo
Seit 1997 war das Ehepaar verantwortlich für den Kleintierzoo in der Telli, der diesen Sommer geschlossen werden musste. Aus 328 Bewerbungen wurde Heinrich Zimmermann vor 23 Jahren ausgewählt, «den schönsten Job der Winterthurer Versicherungen» zu übernehmen. Unzählige Stunden hat das Zoowärter-Paar seitdem in der Telli verbracht und sich ums Tierwohl gekümmert. Johanna Zimmermann blättert im liebevoll beschrifteten Fotobuch, dass sie extra für die Tellianer*innen erstellt hat. «Damit alle sehen können, dass es den Tieren gut geht.»

Zoo-Schliessung im Frühling 2020
Mitte März dieses Jahres musste der Kleintierzoo wegen Corona geschlossen werden. Neben der Pandemie waren auch die Sanierung der Tiefgarage und der unvermeidliche Baustellen-Lärm ausschlaggebend dafür, dass die Tiere schon im Juni, anstatt wie ursprünglich geplant Ende Jahr 2020, umziehen mussten. Fast alle Tiere des Kleintierzoos sind nun auf dem Hof der Familie Zimmermann in Veltheim untergebracht. Nur für die Wellen- und Nymphensittiche musste ein neuer Platz gesucht werden.

«Die Bewohner*innen dürfen sich auf ihr frisch saniertes und ökologisch vorbildliches Zuhause freuen»

«Eine bewohnte Sanierung in dieser Grössenordnung stellt für alle Beteiligten eine enorme Herausforderung dar. Die Planer und Unternehmer setzen alles daran, die Belastung für die Mieterschaft so gering wie möglich zu halten. Wir ergreifen Massnahmen um die Lärmemissionen zu verringern und versuchen gleichzeitig die Bauzeit auf ein Minimum zu reduzieren. Je mehr ich mich mit der Telli-Sanierung auseinandersetze, desto klarer wird mir, was für eine komplexe logistische Planung dieses gewaltige Projekt erfordert. Die bis ins letzte Detail durchdachten Abläufe sind sehr beeindruckend. Auch bezüglich des Zeitplans bin ich sehr optimistisch – die Bauarbeiten kommen trotz Corona gut voran. Die Bewohner*innen dürfen sich auf ihr frisch saniertes und ökologisch vorbildliches Zuhause freuen, denn die Telli ist ein sehr schöner Platz zum Leben.»

Tillmann Hohenacker, Projektentwickler AXA

«Mit der energetischen Sanierung sparen wir pro Jahr tausend Tonnen CO2»

Dass wir mit der energetischen Sanierung der Telli pro Jahr tausend Tonnen CO2 sparen, freut mich besonders. Das entspricht zum Beispiel 8000 Flügen von Zürich nach London oder mit dem Auto 768 mal um die Welt fahren, was ungemein viel ist. Nachhaltigkeit ist zwar in aller Munde, aber den Worten Taten folgen lassen gehört in der Immobilienbranche noch nicht zum Standard. Deshalb bin ich stolz, dass wir in der Telli umweltfreundlich und mit Rücksicht auf die Mieterschaft sanieren – auch aus der Überzeugung heraus, dass sich der Mehraufwand längerfristig mehr als lohnt.
Wir lassen die Sanierung der Telli mit dem SNBS-Label zertifizieren. Es gilt als vorbildlich, weil es ökologische, ökonomische und soziale Kriterien gleichermassen berücksichtigt. Der AXA ist es ein Anliegen, dass die Menschen vor Ort am Sanierungsprozess teilhaben. Transparente Informationen, ein offenen Ohr für individuelle Sorgen und ein kontinuierlicher Austausch sind dabei wichtig. Jeweils am Dienstag und Donnerstag steht den BewohnerInnen zum Beispiel das Tellicafé offen. Dort können sie Fragen stellen und Anliegen anbringen. Damit die Sanierung für die Betroffenen nicht nur eine Last ist, sondern auch Lust macht auf die Zukunft und auf die Telligemeinschaft, organisieren wir zudem immer wieder besondere Erlebnisse auf der Baustelle.

Valeria Bianco, Nachhaltigkeitsverantwortliche AXA

«Unser Ziel ist, die Bauzeit so angenehm als möglich zu gestalten»

«Wir sind für den reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten zuständig. Unser Ziel ist, die Bauzeit für die Bewohnerschaft so angenehm als möglich zu gestalten. Die Telli-Sanierung ist für uns ein Leuchtturmprojekt. Sie zeigt, dass man Bestehendes zusammen mit der Bewohnerschaft sinnvoll weiterentwickeln kann. Wir möchten die Mieterinnen und Mieter mitnehmen und ihnen Gehör schenken. Sie sind schliesslich unser höchstes Gut: Es ist ihr Zuhause, das wir mit der Sanierung in die Zukunft führen.»

Julian Kommer, Gesamtprojektleitung Baumanagement, Drees & Sommer Schweiz

«Eine Baustelle ist immer mit Lärm und Dreck verbunden. Aber mit einer guten Planung kann man die Emissionen deutlich reduzieren. Wichtig ist auch, dass man sich im Alltag nicht in die Quere kommt. Es ist mühsam, wenn einem im Treppenhaus ständig schwer beladene Handwerker entgegenkommen. Darum machen wir unterschiedliche Zugänge zu den Häusern für die Bewohnerschaft und die Bauleute. Wir wollen auch die Lebensqualität im Freiraum erhalten und schaffen während der Bauzeit alternative Plätze und Treffpunkte. Eine Baustelle hat übrigens durchaus ihre reizvollen Seiten – das möchten wir erlebbar machen.»

Anke Lochner, Bauleiterin, Drees & Sommer Schweiz

«Wir transportieren den Telli-Geist in die Zukunft»

«Die Sanierung der Telli ist ein unglaublich spannendes Projekt für einen Architekten wie mich. Die Telli ist ein ikonisches Bauwerk mit einer langen Geschichte, und die Dimensionen sind schlicht überwältigend. Uns ist wichtig, dass der Charakter der Siedlung auch nach der Sanierung erhalten bleibt. Wir wollen die Zeichen der Zeit korrigieren und die ursprünglichen Ideen und vielen Qualitäten der Telli wieder zutage fördern. Mit kleinen, feinfühligen Eingriffen transportieren wir das Gestern ins Morgen. Auch die Landschaft soll zurück zum Ursprung finden.»

Heiko Frodl, Architekt bei Meili, Peter & Partner

«Wir kümmern uns persönlich um die Anliegen der Mieterinnen und Mieter»

«Eine Sanierung ist für die Betroffenen mit Unannehmlichkeiten verbunden und löst viele Fragen und auch Ängste aus. Das wissen wir. Deshalb ist es uns wichtig, in den nächsten drei Jahren den persönlichen Austausch mit den Mieterinnen und Mietern zu pflegen und die Themen aufzunehmen, welche die Leute bewegen. Wir sind regelmässig im Tellicafé für die Leute da – mit einem offenen Ohr für alle Anliegen. Wir werden bei Bedarf auch Unterstützungsangebote organisieren, zum Beispiel wenn jemand nicht mobil ist und während des Liftausfalls etwa Einkaufshilfe oder eine individuelle Zwischenlösung braucht. Ausserdem möchten wir die Gemeinschaft in der Telli neu aufleben lassen. Zusammen werden wir mit den Bewohnerinnen und Bewohnern bereits während der Bauzeit im Aussenraum Zwischennutzungen und temporäre Angebote auf die Beine stellen, die den Tellipark hoffentlich auch über die Sanierungszeit hinaus neu beleben werden. Erste Ideen sind Gemeinschaftsgärtnern auf der Baubrache oder eine sommerliche EM-Bar, die wir aus Brettern und Baumaterial bauen, damit wir während der Fussball-Europameisterschaft gemeinsam vor einem grossen Bildschirm mitfiebern können.»

Ivo Richner und Bastian Moser, Unterstützungsmassnahmen Mieterschaft und Zwischennutzungen, Itoba

«Die Grosszügigkeit und die Vielfalt machen die Telli-Anlage aus – und das soll auch so bleiben»

«Den Telli-Park muss man nicht neu erfinden: Er ist ein Gartendenkmal und spielte eine Vorreiterrolle, als er in den 1970er-Jahren vom prägenden Schweizer Landschaftsarchitekten Albert Zulauf entworfen wurde. Die weite Parklandschaft mit sanft hügeligen Grünflächen stand für ein neues Wohnkonzept: Weg von den Ein- oder Mehrfamilienhäusern mit Garten hin zu Grossbauten, die über grosszügige zusammenhängende Grünräume miteinander verbunden sind. Der Telli-Park ist bis heute ein einzigartiger Erholungsraum, der das Wohnen in der Überbauung zu etwas Besonderem macht. Mit der Neugestaltung soll die Innovationskraft des Parks wieder sichtbar werden und die Gemeinschaft neuen Schwung erhalten. Darum beziehen wir die Menschen, die hier wohnen, auch in die Planung mit ein. Wir wünschen uns, dass sich die Tellianer*innen, ob Kinder, Jugendliche, Familien oder Senioren, diese einzigartige Parklandschaft aneignen und sie mit Leben füllen.»

Rita Illien, Landschaftsarchitektin bei Müller Illien Landschaftsarchitekten

«Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Mieter noch komfortabler wohnen»

«Die Tellianer*innen dürfen sich künftig über noch mehr Lebensqualität freuen – nicht nur in den Wohnungen, sondern auch auf den grösseren Balkonen, im ganzen Haus, in der helleren Einstellhalle und im Aussenraum. Der grüne Park bleibt das Herzstück der Telli. Die AXA ist seit über 40 Jahren Eigentümerin der beiden Wohnblöcke B und C und investiert langfristig in Objekte. Uns ist wichtig, dass die Sanierung nur einen verträglichen Anstieg der Mietzinse zur Folge hat.»

Manuela Gnehm, Asset Managerin AXA