Wohnen mit Service

«Die Menschen in der Telli wissen: Wir sind da und wir kümmern uns»

Für uns Hauswarte hat die Telli-Sanierung gar nicht so viele Veränderungen mit sich gebracht. Klar, wir müssen im Sommer keine Rasen mähen und keine Sträucher schneiden. Aber sonst wir sind wir weiterhin einfach für alle Mieter*innen da. Fast rund um die Uhr. Steffen ist der Frühaufsteher und oft ab 7 Uhr morgens vor Ort. Ich beginne etwas später, mache dafür etwas länger gegen Abend. Wir kennen einen Grossteil der Menschen in der Telli. Manche sehen oder hören wir mehr, andere fast nie. Das macht die Telli eben aus: Es gibt so viele Menschen hier und die Leute können sich aussuchen, wen sie sehen möchten und wen nicht. In der Telli leben alle zusammen – und doch jede*r für sich. Bei der Sanierung helfen wir mit, wo es nötig ist. Für manche Bauarbeiter ist es ungewohnt, auf einer Baustelle zu arbeiten, die gleichzeitig Lebensraum ist für Andere. Da schauen wir, dass keine Türen offenbleiben und es möglichst keine Hindernisse gibt für die Mieter*innen. Der grosse Schub der Sanierung kommt ja erst jetzt. Wir sind da – für die Wohnungsabnahmen, um kleine Reparaturen vorzunehmen, Handwerker zu organisieren, nachzuschauen, warum der Geschirrspüler spinnt und so weiter. Da gibt es auch Zeit für einen Schwatz. Wir hören viele Sorgen der Leute und nehmen uns gerne einen Moment für sie. Dass es uns Hauswarte gibt, ist ein Vorteil für die Mieter*innen. Sie wissen, wir sind da, wir kümmern uns und sie können sich jederzeit bei uns melden. Das gibt – gerade älteren Menschen – ein Gefühl von Sicherheit. Die Tellianer*innen, die schon länger hier wohnen, haben gute Kontakte untereinander. Zum Beispiel die «Hündeler» oder jene, die sich die Zeitung bringen. Wenn jemand zwei Tage nicht gesichtet wird, dann wird nachgefragt – das finden wir, ist gute Nachbarschaft.

Daniel Kieser (unten) und Steffen Möller (oben), Hauswarte Telli B und C